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2009 Schifffahrt


Uetikon  Gut besuchte SVP-Schiffahrt im Vorfeld der eidg. Abstimmungen

SVP auf Kurs – Nein zur Mehrwertsteuer-Erhöhung

Die traditionelle Zürichsee-Schiffahrt der SVP Bezirk Meilen stand ganz im Zeichen des bevorstehenden Abstimmungssonntags. Auf dem bis zum letzten Platz besetzten Schiff referierte Magdalena Martullo-Blocher über ihre Erfahrungen als Unternehmerin.

Es gehört bereits zur Tradition, dass die SVP Bezirk Meilen im September eine Schiffahrt auf dem Zürichsee organisiert. Auch dieses Jahr stiess der Anlass auf regen Anklang: Kantonsrätin Theres Weber-Gachnang, Präsidentin der SVP-Bezirkspartei, durfte am Schiffsteg in Uetikon über 100 interessierte Parteimitglieder zum Aperitif begrüssen. Das Restaurantschiff „Wadim“ des Herrliberger Wirts Fredy Bannwart war damit bis auf den letzten Platz besetzt.

Viel Applaus für die Gastreferentin

Nach einer kurzen politischen Standortbestimmung durfte Theres Weber die Meilemer Unternehmerin Magdalena Martullo-Blocher als Gastreferentin begrüssen. Anlässlich der Wahl ihres Vaters in den Bundesrat übernahm Magdalena Martullo Ende 2003 die Leitung der EMS Chemie. Auch unter ihrer Führung verzeichnet die EMS-Gruppe erfreuliche Ergebnisse und präsentiert sich als solides, erfolgorientiertes Unternehmen. Die EMS-Gruppe zählt derzeit rund 2'000 Mitarbeiter.
Martullo erzählte von ihren unternehmerischen Erfahrungen, äusserte sich gleichzeitig aber auch offen und direkt zu politischen Fragen. Wenn ein Unternehmen erfolgreich sein wolle, müsse es sich auf seine Stärken besinnen und in diesen Bereichen die besten Leute einsetzen. In der Politik, so Martullo, werde man das Gefühl nicht los, dass es genau umgekehrt sei: Die Schweiz schäme sich für ihre Stärken oder entschuldige sich gar dafür. Sie plädierte für ein selbstbewussteres Auftreten unseres Landes. Dies sei auch für den Wirtschafts- und Werkplatz wichtig.

Für eine wirtschaftsnahe Politik
Als Unternehmerin wünscht sich Magdalena Martullo insbesondere eine wirtschaftsnahere Politik: Dass bald die Hälfte des Parlaments mehrheitlich von der Politik lebe, sei aus der Sicht von Gewerbe und Wirtschaft nicht erfreulich. Viele Politiker verstünden die Probleme der Unternehmen nicht mehr, was dann zu immer mehr absurden Gesetzen führe, welche teilweise weit an der Realität vorbeizielten. Etwas mehr gesunder Menschenverstand wäre in Bundesbern bitternötig.
Auch die Bildungspolitik kam zur Sprache. Die EMS-Gruppe beschäftigt derzeit 129 Lernende und nimmt damit auch ihre Verantwortung im Bereich Ausbildung wahr. Von den Forderungen gewisser Professoren, die Maturitätsquote drastisch zu erhöhen, hält Martullo gar nichts: Das dualistische Berufsbildungssystem unseres Landes sei ein Erfolgsfaktor. Gerade in ihrem Unternehmen zeige sich, wie wichtig und wertvoll eine solide Berufslehre sei. Eine Erhöhung der Maturitätsquote hingegen verbessere die Situation auf dem Arbeitsmarkt keineswegs.

Nein zur Mehrwertsteuer-Erhöhung
Nach dem Referat von Martullo wies Theres Weber noch einmal auf die Wichtigkeit der eidgenössischen Volksabstimmungen vom 27. September hin: In der derzeitigen Wirtschaftskrise sei es völlig verfehlt, die Steuern zu erhöhen und so die Familien, aber auch die Unternehmen zusätzlich zu belasten. Zudem vermöge diese Vorlage das massive Missbrauchsproblem bei der Invalidenversicherung nicht zu lösen, sondern decke es einfach mit zusätzlichen Steuergeldern zu. Mit diesen Worten beschloss die Präsidentin die erneut erfolgreiche Herbstveranstaltung ihrer Bezirkspartei.


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